Heide Park Coaster Review am 20.08.2013

Am 20.08.2013 war ich im HeidePark zu Besuch und habe die Achterbahnen ausgiebig getestet.

FĂŒr einen kompletten Erlebnisbericht sind leider zu wenige Bilder entstanden, daher hier ein kurzer, subjektiver Achterbahn-Review.

Big Loop:
Der Oldtimer Coaster im HeidePark aus dem Hause Vekoma befindet sich im Themenbereich Transsilvanien.
Sind beide ZĂŒge auf der Strecke, so hat die Anlage eine recht gute KapazitĂ€t und es geht schnell voran. Das glĂ€serne StationsgebĂ€ude, welches mich eher an ein GewĂ€chshaus erinnerte, wollte mir gar nicht gefallen.
Die Sitze haben leider eine etwas komische RĂŒckenlehne.
Zur Fahrt: Direkt an die Station schließen sich ein kleiner Drop und eine anschließende 180-Grad Rechtskurve an. Der Zug klinkt sich nun in den 30 Meter hohen Kettenlift ein. Vor allem im 2-Zug Betrieb dauert die Liftfahrt sehr lange. Ist nur ein Zug auf der Strecke, so geht es deutlich schneller aufwĂ€rts.

Der First Drop ist recht flach gehalten, trotzdem beschleunigt der Wagen auf eine gute Geschwindigkeit. Die zwei darauffolgenden Loopings werden schnell aber sanft durchfahren.

Nach einer Kehre donnert der Zug in die beiden Corkcrews – diese werden meiner Meinung nach sehr rasant durchfahren. Zum Schluss fĂ€hrt man noch eine durchaus ruckelige Helix und fĂ€hrt auf die Zielgerade.
Die Bremsung erfolgt ĂŒberraschend sanft, wenn ich richtig erkennen konnte mit Wirbelstrombremsen und ReibrĂ€der.

Fazit: Big Loop macht Spaß. Die Anlage konnte bei mir vor allem mit geringer Wartezeit und schönen Fahrelementen punkten. Leider fĂ€hrt sich die Bahn etwas ruckelig, was zusĂ€tzlich zu den unbequemen Sitzen das FahrgefĂŒhl trĂŒbt.

Limit:
Von weitem kann man das ineinander verknotete Stahlmonster erkennen. Vor meiner ersten Fahrt war ich sehr gespannt, da Limit mein erster Inverted-Coaster war.

Die Abfertigung erfolgt im 2-Zug Betrieb recht schnell.
Dass die Bahn schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, kann man spÀtestens im Bahnhof erkennen. Jedes Mal wenn sich ein Zug auf die Strecke bewegte, hörte man laute KnallgerÀusche.
Hat man die Spitze des Lifthills erreicht, geht es mit einer ordentlichen Geschwindigkeit in einer Steilkurve abwĂ€rts. Zum Layout werde ich jetzt nicht viel sagen, ich kann nur betonen: Das Layout an sich ist wirklich genial! WĂ€ren da nicht…
… diese permanenten SchlĂ€ge, Ruckler, Bankingfehler etc. Das schlimmste sind meiner Meinung nach allerdings die BĂŒgel! Diese sind erhöht, so dass man wĂ€hrend der gesamten Fahrt mit den Ohren extrem dagegen schlĂ€gt! Ich bin nicht der einzige, der das absolut unnötig findet. Jeder 2. Fahrgast hat sich nach der Fahrt ĂŒber Ohrenschmerzen beklagt.
Sehr schade! Denn die Inversionen sind wirklich klasse angeordnet und sorgen fĂŒr mĂ€chtigen Nervenkitzel! Aber genießen konnte ich die extrem rucklige Fahrt definitiv nicht!

Fazit: An sich ja eine gute Bahn, aber auf Grund der starken SchlÀge wirklich unangenehm.

Colossos:
Die schnellste Holzachterbahn der Welt – sie macht mit ihrer Höhe von ca. 60 Metern ein sehr mĂ€chtiges Erscheinungsbild! Also nichts wie rein in den endlos wirkenden Wartebereich. Oben im StationsgebĂ€ude wurde mir dann klar, warum es nie voran ging. Man wird hier doppelt im Sitz gesichert, zuerst mit einem Gurt und anschließend mit dem SicherheitsbĂŒgel. Bis alle FahrgĂ€ste richtig angeschnallt sind und bis das alles von den Mitarbeitern kontrolliert wurde vergeht einfach eine Menge Zeit. Der 2. Zug musste meistens sogar hinter dem Bahnhof noch warten, obwohl die Fahrt wirkliche lange dauert.
Zur Fahrt: Äußerst schnell erklimmt der Zug die Spitze des HolzgerĂŒsts. Nach einer 120 Grad Kurve geht es dann los. Mit einer Wahnsinns Geschwindigkeit werden die FahrgĂ€ste die Drops hinunter gerissen. Airtime pur! Das einzige Manko: die TĂ€ler werden teilweise sehr ruppig durchfahren, was etwas unangenehm an der WirbelsĂ€ule ist.

Fazit: Ich kann nicht viel dazu sagen: der Coaster ist einfach Spitze und punktet mit hohen Geschwindigkeiten und genialer Airtime!

Desert Race:
Schon die Musik im Wartebereich macht Stimmung, aber spĂ€testens wenn man sieht, wie die ZĂŒge auf die Strecke geschossen werden, schlĂ€gt das Herz eines Achterbahn Fans höher. In der Warteschlange geht es zĂŒgig voran, es sind auch hier 2 ZĂŒge vorhanden.
Die Sitze sind bequem, die Ampel zeigt grĂŒn. Plötzlich erlöschen die Leuchten – los geht’s! In 2,4 Sekunden auf 100 km/h. Das Layout besteht ausschließlich aus engen Kurven und Airtime Hills. Nach einer leider sehr kurzen Fahrzeit wird man auf dem letzten Hill gebremst und fĂ€hrt mit reduzierter Geschwindigkeit zurĂŒck in den Bahnhof.

Fazit: Die Bahn haut einfach rein! Der starke Launch, die Airtime Hills und die hohen G’s sorgen fĂŒr jede Menge Spaß und Adrenalin!

Krake:
Deutschlands erster und einziger Dive-Coaster! Was die KapazitÀt angeht, so ist diese unterirdisch schlecht! Bei meinem Besuch wurde im 2-Zug Betrieb gefahren. Allerdings dauerte die Abfertigung so lange, dass der zweite Zug vor dem Bahnhof sogar warten musste.
Das Verhalten der Mitarbeiter empfand ich als Ă€ußerst dreist! Sind mal 2 PlĂ€tze frei geblieben, wurde so lange gewartet, bis sich noch 2 Personen gefunden hatten. Das dauerte teils bis zu 5 Minuten! Die Mitarbeiter setzten sich mit einer Kaffeekanne auf die leeren PlĂ€tze im Zug und warteten.
In dieser Zeit konnten die FahrgĂ€ste im zweiten Zug nicht aussteigen und mussten ebenfalls warten. Und die Warteschlange wurde lĂ€nger und lĂ€nger…
Ich wĂŒrde gerne die Logik dahinter verstehen… Lieber Staus erzeugen, Hauptsache es sind alle PlĂ€tze belegt. Die Variante “BĂŒgel zu und starten” wĂ€re fĂŒr die eh schon schwache KapazitĂ€t sehr von Vorteil!!
Naja – zurĂŒck zur Krake. Hat man in den bequemen Sitzen Platz genommen und die BĂŒgel verschlossen, klappt der Boden unter den FĂŒĂŸen weg und der Wagen setzt sich in Bewegung in Richtung Kettenlift.
Oben angekommen, wird der Zug nach einer Linkskurve runtergebremst und fĂ€hrt langsam ĂŒber die Kuppe.

Dort bleibt er fĂŒr ein paar Sekunden stehen. Unten lauert das Krakenmaul. Auf einmal entriegelt sich der Wagen aus der Kette und fĂ€hrt senkrecht in das Krakenmaul. Ein wirklich toller Effekt!

Unten angekommen ĂŒberquert der Zug den See und erzeugt dabei eine schöne FontĂ€ne. Es schließen sich ein Immelmann und ein Camelback an und die Fahrt endet in der Schlussbremse.

Fazit: Ein sehr, sehr kurzes Abenteuer aber es macht immer wieder Spaß, mit der Krake zu fahren! Mein persönlicher Favorit im Park.

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